SERA (Standardised European Rules of the Air) ist eines der Fundamente des europäischen Luftfahrtbetriebs. Es schafft ein gemeinsames Regelwerk, das bestimmt, wie Luftfahrzeuge im europäischen Luftraum operieren, wie Piloten und Lotsen kommunizieren und welche Pflichten Luftraumnutzer haben.
Warum SERA wichtig ist
Vor SERA hatte jeder Mitgliedstaat sein eigenes nationales Regelwerk. SERA ersetzte dieses Flickwerk durch einen einheitlichen europäischen Standard für Sichtflug, Instrumentenflug, Mindesthöhen und Funkkommunikation.
Pilotenverantwortung
Der verantwortliche Pilot trägt die Verantwortung für die Sicherheit der Operation und muss das Situationsbewusstsein aufrechterhalten. Das Prinzip „see and avoid" bleibt das grundlegende Sicherheitsmittel für VFR-Flüge.
VFR und IFR
SERA definiert zwei grundlegende Flugregeln: VFR (Sichtflugregeln) und IFR (Instrumentenflugregeln), jeweils mit spezifischen meteorologischen Minima, Höhenanforderungen und Flugplanverpflichtungen.
SERA und U-space
Die Verordnung (EU) 2021/664 über U-space verweist direkt auf SERA-Bestimmungen und schafft Koordinationspflichten zwischen bemanntem und unbemanntem Luftverkehr. Drohnenbetreiber müssen die relevanten SERA-Regeln für VFR, Mindesthöhen und kontrollierten Luftraum kennen.
Schlussfolgerung
SERA ist kein statisches Rechtsdokument, sondern ein lebendiger Rahmen, der sich mit dem Luftraum weiterentwickelt. Kenntnisse über SERA sind für jeden, der im europäischen Luftraum operiert, eine grundlegende Betriebsanforderung.
